Sylvari

Aus Guild Wars 2 Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sylvari Konzeptkunst.jpg
Das Böse bedroht Tyria, doch unser Traum wird uns durch die Finsternis führen ... zum Morgengrauen.

Caithe

Die Sylvari sind ein junges, neugieriges Volk, welches aus dem Blassen Baum in der Arborbucht entstanden ist. Der Baum wurde ursprünglich von Ronan gepflanzt und dann vom Zentauren Ventari versorgt. Am Fuß des Baumes befindet sich Ventaris Tafel, auf dem dieser grundlegende moralische und ethische Regeln verfasst hat, die für jeden Sylvari gelten sollen. Die Sylvari sind eines der spielbaren Völker.

Die ersten Sylvari erwachten im Jahre 1302 NE.

Physiologie[Bearbeiten]

Anatomie der Sylvari

Die Sylvari sind ein pflanzliches Volk, dessen Anatomie an Menschen erinnert. Ein Grundgedanke des Designs war es, keine Menschen in Blätterkostümen zu erschaffen, sondern menschliche Züge durch stimmig gewachsene Pflanzenteile zu formen. Entsprechend bestehen ihre Körper nicht einfach aus aneinandergesetzten Einzelteilen, sondern bilden eher ein fließendes Gesamtgebilde, welches von mehreren Wachstumsknoten ausgeht. Der Hauptwachstumsknoten liegt etwa dort, wo sich beim Menschen das Steißbein befindet, das entsprechende Gegenstück, also sozusagen die „Spitze“ (wie bei etlichem Obst oder Gemüse), bildet das Pendant zum Bauchnabel des Menschen.

In der Spielwelt wird das menschenähnliche Aussehen darauf zurückgeführt, dass der Blasse Baum während seines Wachstums zum Großteil Menschen gesehen hat, wie zum Beispiel Ronan, welcher den Baum gepflanzt hatte. Eine Theorie der Asura besagt, dass der Baum die Überreste der Vorfahren Ronans aufgenommen hat, auf deren zerstörter Stadt er gepflanzt wurde.

Es gibt zwei grundlegende Typen der Körpergestaltung, welche mit den Jahreszeiten Sommer und Winter bezeichnet werden. Die Sommervariante ist reich an Blättern, Ranken, teils Blumen und allgemein eher frischen, insbesondere grünen Farben. Die Wintervariante hingegen ist eher mit knorrigen Wurzeln, Rinde bzw. allgemein eher kargen Pflanzenteilen gestaltet und in braunen Farbtönen gehalten. Diese Einteilung ist jedoch losgelöst von der Differenzierung der Sylvari in vier Jahreszeiten zu sehen, sie stellt lediglich Gestaltungsmöglichkeiten für den Spieler dar.

Die Sylvari haben keine inneren Organe, können aber Essen und Trinken aufnehmen. Alkoholische Getränke haben somit einen Einfluss auf ihre Verfassung. Wenngleich Sonnenlicht stärkend auf sie wirkt, betreiben sie keine Photosynthese wie andere Pflanzen. Da sie anstelle von Blut einen klebrigen Saft besitzen, haben sie auch keinen Puls oder Blutdruck. Rüstung und Kleidung lassen sich die Sylvari in Form von Blüten, Blättern und Reben zum Großteil wachsen. Manche Sylvari tragen aber auch Rüstungen, die von anderen Völkern hergestellt werden und weben sich selbst traditionelle Kleidung aus Stoff und ähnlichen Materialien. Wie auch die Menschen bedecken sie bestimmte Körperregionen wenn es ihnen angemessen erscheint.

Geschichte[Bearbeiten]

Es gab eine Zeit, in der ich diese Welt verfluchte, weil sie mir alles genommen hat, was ich je besaß und liebte. Doch seit ich hier lebe, beginne ich zu verstehen, dass unsere Erinnerungen - auch die schmerzhaften - die Samen unserer Identität sind. Sie formen unser Wachstum.

— Ronan, Mensch, früher von der Glänzenden Klinge

Die Geschichte der Sylvari beginnt mit einem Menschen und einem Zentauren. Der Mensch war Ronan, ein Krieger der Glänzenden Klinge. Als er von seiner Patrouille getrennt wurde, entdeckte er eine Höhle voller merkwürdiger Samen, die von mächtigen Pflanzenwesen bewacht wurde. Er nahm einen dieser Samen, um ihn seiner Familie zu schenken. Als er jedoch zu Hause ankam, musste er mit Schrecken feststellen, dass sein gesamtes Dorf vom Weißen Mantel und seinen mächtigen Möchtegerngöttern, den Mursaat, abgeschlachtet worden war. Voller Trauer pflanzte er den Samen auf ihren Gräbern und schwor, nie wieder zum Schwert zu greifen.

Ventari, ein alter Zentaure, der die andauernden Konflikte ebenfalls leid war, schloss sich Ronan an. Gemeinsam gründeten sie eine kleine Gemeinschaft, eine Zuflucht für alle, die in einer grausamen Welt nach Frieden suchten. Aus dem Samen wuchs ein großer und stolzer Baum, unter dessen Zweigen Menschen und Zentauren ein Leben in Frieden führten. Mit der Zeit verstarb Ronan und auch der alte Ventari folgte ihm nach. Doch bevor er sein Leben hinter sich ließ, schnitzte der Zentaure seine Lehren in eine Marmortafel und legte sie zwischen den Wurzeln des Blassen Baums ab. Danach ging der älteste und weiseste der Zentauren von dieser Welt.

Der Baum wuchs und warf seinen Schatten über die Gegend, und schon bald trug er Früchte. Und im Herz dieser Früchte schlummerten die ersten Sylvari. Der blasse Baum wiegte sie sicher, sang ihnen Lieder vor und erzählte ihnen alles, was er von der Welt wusste. Er hegte einen Traum, der der Traum aller Sylvari sein sollte, ein Traum vom Leben der Menschen und der Weisheit der Zentauren. Als diese Sylvari als Erstgeborene das Licht der Welt erblickten, wussten sie schon ein wenig über sie und brannten darauf, mehr zu erfahren.

Auf den ersten Blick sehen die Sylvari menschlich aus, doch schon der zweite Blick straft diese Annahme Lügen. Ihr Fleisch besteht aus Ranken und Blättern, ihr Haar aus Laub und Blüten und ihre Knochen aus festem Holz. In ihren Adern fließt goldenes Harz und ihre Haut ist mit Pollen bedeckt. Wenn sie als Erwachsene geboren (oder wie sie sagen „erweckt") werden, wissen sie bereits einiges über die Welt um sie herum. Vom ersten Augenblick an verfügen die Sylvari über ein angeborenes Ehrgefühl, unstillbare Neugier und das Bedürfnis, alles zu erforschen.

Und jeder Sylvari, der erforscht und etwas über die neue Welt erfährt, trägt dieses Wissen zum Blassen Baum, der es in seinen Liedern mit einer neuen Generation teilt.

Kultur[Bearbeiten]

Sie sind ein unschuldiges Volk, das mit Dingen wie Kummer, Argwohn und Hass noch keinen wirklichen Kontakt hatte. Es scheint, dass sie eine Antwort auf das Auftauchen der Drachen sind. Sie glauben daher, dass es ihre Pflicht sei, diese zu bekämpfen. Während ihrer Entwicklung am Blassen Baum bekommen sie einen Eindruck von Gefühlen und Moralverständnis, allerdings bleibt bei den anderen Völkern immer der Eindruck vorhanden, dass Sylvari naiv und kindlich sind.

Sylvari haben eine angeborene Bindung zu Pflanzen und untereinander, über den Traum der Träume. Innerhalb dieses Traumes besteht auch ein dunkler Teil, ein Albtraum. Dieser Albtraum hat sich als der Albtraumhof manifestiert, eine Fraktion der Sylvari, die sich gegen ihre eigene Art gewendet hat.

Die Sylvari haben wie die anderen Völker zwei Geschlechter, fühlen sich aber nicht durch jene definiert. Sie sind in der Lage Liebe zu empfinden und Beziehungen einzugehen.

Regierung[Bearbeiten]

Die Anführer der Sylvari sind die zwölf Erstgeborenen, welche als weiser Rat angesehen werden und der Mutterbaum, welcher eine materielle und auch geistige Verbindung mit den Sylvari hat und mit ihnen spricht. Die Gesellschaft der Sylvari ist aufgeteilt in vier Häuser, für jeden Zyklus eines.

Jeder Zyklus hat einen Erstgeborenen als Vorsitzenden, sie heißen Aife, Niamh, Kahedins und Malomedies. Diese vier Erstgeborenen, auch Koryphäen genannt, stehen in der Rangordnung noch über den anderen Erstgeborenen und sind für die Führung der Sylvari-Gesellschaft im Ganzen zuständig.

Fertigkeiten[Bearbeiten]

Siehe Liste der Sylvarifertigkeiten

Charaktererstellung[Bearbeiten]

Bei der Charaktererstellung werden euch drei Fragen gestellt, die die persönliche Geschichte eures Sylvaris beeinflussen.

Sylvari
Ich träumte von einer Quest, die mich auf den Plan ruft. Es war eine Vision des ______.
Biographie Sylvari Der Weiße Hirsch.png Weißen Hirschs — Der Weiße Hirsch ist ein magisches Geschöpf, ein unsterbliches Wesen von großer Macht. Es heißt, der Weiße Hirsch biete einen magischen Segen für seine Freiheit, doch erst mal muss ich ihn fangen.
Biographie Sylvari Der Grüne Ritter.png Grüner Ritter — Ich sah einen mächtigen Ritter in grüner Rüstung. Sein Gesicht war nicht erkennbar. Er war besiegt, doch er gab nicht auf; er wurde getötet, doch er starb nicht. Sollte ich es wagen, ihm in der Schlacht gegenüberzutreten?
Biographie Sylvari Der Mondschild.png Mondschildes — Der Mond ist ein mächtiges Symbol für Heilung und Magie. Jeder, der träumt, wird vom Mond beschützt und soll Treue und Tapferkeit kennenlernen. Ich hoffe, ich bin einer solchen Vision würdig.
Ich glaube, die wichtigste von Ventaris Lehren lautet: ______.
Biographie Sylvari Handle weise, doch handle.png Handle weise, doch handle — Zu wissen, was richtig ist, ist eine Sache. Die Welt zu verändern, eine ganz andere. Wir haben alle unsere Bestimmung. Durch meine Taten werde ich mich hervortun und damit auch Tyria in einen edleren Zustand versetzen.
Biographie Sylvari Alles hat ein Recht zu wachsen.png Alles hat ein Recht zu wachsen — Die Blume ist die Schwester des Unkrauts. Verschiedene Meinungen sind gut. Meinungsverschiedenheiten sind gesund. Niemand sollte dafür verurteilt werden, dass er anders ist. Ich werde für die Rechte aller einstehen.
Biographie Sylvari Gehet, wohin das Leben geht.png Gehet, wohin das das Leben geht — Die Welt ist ein wunderschöner Ort im ständigen Wandel, die für uns zum Erforschen, Genießen und Beschützen erschaffen wurde. Aus jeder Erfahrung werde ich eine Lehre ziehen und durch meinen Wachstum werde ich im Gegenzug mehr zu bieten haben.
Der Blasse Baum weckte mich während des ______.
Biographie Sylvari Zyklus des Morgengrauens.png Zyklus des Morgengrauens — Im Morgengrauen erweckte Sylvari sind redegewandt, diplomatisch und vorausschauend. Wir sind auf besonders enge Weise mit unserer Umgebung verbunden und ausgesprochen einfühlsam, auch anderen Völkern gegenüber.
Biographie Sylvari Zyklus des Tages.png Zyklus des Tages — Tagsüber erweckte Sylvari lösen Probleme, indem sie auf direkten Konfrontationskurs gehen. Wir sind die Krieger, Jäger und Reisenden, die alles selbst erleben und am eigenen Leib erfahren, und die die Aufregung der Gefahr genießen, um sich wahrhaftig am Leben zu fühlen.
Biographie Sylvari Zyklus der Abenddämmerung.png Zyklus der Abenddämmerung — In der Abenddämmerung erweckte Sylvari sind von Natur aus neugierig und nachdenklich. Wir lieben es zu lernen und verbringen unsere Zeit mit Lesen und Studien. Wir sind intelligent und die Komplexität der Magie fasziniert uns.
Biographie Sylvari Zyklus der Nacht.png Zyklus der Nacht — Des Nachts erweckte Sylvari sind Geheimniskrämer und zurückhaltend mit Informationen. Wir treffen unsere eigenen Entscheidungen und kommen und gehen, wann es uns beliebt, körperlich wie geistig immer auf der Höhe.

Meine Geschichte[Bearbeiten]

Ich bin Sylvari.
Vor fünfundzwanzig Jahren erschien mein Volk in Tyria. Der Blasse Baum erblühte, die Erstgeborenen erwachten.
Der Traum birgt die Erinnerungen meines Volkes. Ich nehme sie auf und erwache dann in der Welt.
Der Traum erfüllt mich mit Wissen und ist eine Verbindung zu anderen. Meine Inspiration. Mein Leitbild.
Ich sehe meine Aufgabe jetzt vor mir: das Böse zu stellen und zu zerstören. Mein Schicksal ruft, es wird Zeit zu erwachen. Meine Zeit kommt bald.
Die Natur und das Gute sind in Gefahr. Alles Leben steht auf dem Spiel. Wenn Tyria leben soll, braucht es uns.
Wenn wir versagen, wird der Traum zum Albtraum und Tyria verkümmert und stirbt.

Biographie Sylvari Der Mondschild.png Der Mondschild
Ich träume von Geheimnissen. Mein Volk flüstert von Spinnennetzen und versteckten Dolchen.
Ich sehe einen Halbmond auf der Wölbung eines Schildes. Ein Symbol der Weisheit.
Der Traum verheißt meine Zukunft.
Ich sehe jene vor mir, deren Geheimnisse ich hüten werde ... und die dafür die meinen hüten.
Ich werde die Wahrheit enthüllen und den Albtraum der bösen Herzen bekämpfen.
Am Vorabend meines Erwachens spüre ich die Erde in meinen Knochen.
Und doch fühle ich, wie die Finsternis naht. Etwas dringt in den Traum ein.
Es versperrt mir den Weg zum Erwachen. Bevor ich die Welt betreten kann, muss ich erst das Böse überwinden.
Ich wurde vom Traum gerufen.


Biographie Sylvari Der Grüne Ritter.png Der Grüne Ritter
Ich träume von Schlachten. Und mein Volk flüstert mir etwas von Krieg und Siegen zu.
Ich sehe einen Ritter, in voller Rüstung. Er schenkt mir Kraft und Mut.
Der Traum verheißt meine Zukunft.
Ich sehe gute Leute, freundliche Gesichter. Sie brauchen meinen Schutz.
Eine verschlingende Gewalt bedroht Tyria. Ich werde mich dieser Gewalt stellen.
An diesem Vorabend meines Erwachens spüre ich Feuer im Blut.
Und doch fühle ich, wie die Finsternis naht. Etwas dringt in den Traum ein.
Es versperrt mir den Weg zum Erwachen. Bevor ich die Welt betreten kann, muss ich erst das Böse überwinden.
Ich wurde vom Traum gerufen.


Biographie Sylvari Der Weiße Hirsch.png Der Weiße Hirsch

Ich träume von Reisen. Mein Volk flüstert mir etwas von fernen Orten und geheimnisvollen Ufern zu.
Ein weißer Hirsch läuft vor mir her, tapfer und wild. Er schenkt mir Freiheit.
Der Traum verheißt meine Zukunft.
Ich sehe ferne Lande und Gefahren - doch auch meine Heimat: einen Hain mit einem weißen Baum, und Freunde, die mir beistehen, wenn ich sie brauche.
Es ist meine Pflicht, denen zu helfen, die hilflos und allein sind. Ich schütze sie.
Ich höre meinen Namen im Wind und fühle den Ruf der Zukunft.
Und doch fühle ich, wie die Finsternis naht. Etwas dringt in den Traum ein.
Es versperrt mir den Weg zum Erwachen. Bevor ich die Welt betreten kann, muss ich erst das Böse überwinden.
Ich wurde vom Traum gerufen.

— Das ist meine Geschichte.

Trivia[Bearbeiten]

  • Das Wort Sylvari hat seine etymologischen Wurzeln im Lateinischen, wo das Wort silva soviel wie Holz, oder Wald bedeutet.

Quellen[Bearbeiten]