Mensch
Die Menschen sind eines der spielbaren Völker in Guild Wars 2. Einst waren sie das mächtigste Volk von Tyria, in den letzten Jahren haben sie aber stark an Macht verloren. Früher haben ihre Königreiche den ganzen Kontinent umfasst, aber nun liegt der Großteil ihres Reiches in Trümmern. Nur in Kryta konnten die Menschen sich halten, allerdings müssen die Menschen ihre Heimat gegen verschiedene Bedrohungen verteidigen.
Kultur[Bearbeiten]
Da sich die Menschen so weit verbreitet haben wie kein anderes Volk und viele Nationen gegründet haben, weisen sie auch eine Vielzahl verschiedener Kulturen auf. Was alle Nationen vereint ist ein gewisser Stolz auf die eigene Herkunft, auch wenn Fluchtursachen vielleicht dafür gesorgt haben sollten, dass man sich einer anderen Nation anschließen musste.
Nationen[Bearbeiten]
Die Nationen der Menschen sind grundsätzlich hierarchisch aufgebaut. Es gibt für gewöhnlich einen Herrschertitel, der durch Erbe weitergegeben wird. In Tyria und Elona wird der oberste Herrscher als König bezeichnet, Cantha wird hingegen von einem Kaiser geführt. Kurzick und Luxon setzen historisch auf eine Aristokratie.
Jede der Nationen hatte ihre Probleme mit sozialer Gerechtigkeit und es gab immer Wohlhabende, gut situierte Menschen, die neben Armen, Bettlern und Sklaven existierten. Auch wenn in den modernen Nationen keine Sklaverei mehr existiert, gibt es weiterhin große Unterschiede zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten.
- Liste der Nationen
Religion[Bearbeiten]
Die meisten Menschen beten die Sechs Alten Göttern Balthasar, Dwayna, Grenth, Kormir Melandru und Lyssa mit viel Hingabe an. Die einzelnen Götter repräsentieren im Glauben der Menschen verschiedene Domänen wie Krieg, Gesundheit, Schönheit, Natur etc. Zwar sind die Menschen grundsätzlich von der Existenz aller Götter überzeugt, allerdings ist es nicht unüblich, dass sich ein Mensch der Anbetung eines bestimmten Gottes mit besonderer Hingabe widmet. Das hat häufig mit dem Beruf, den eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Magie, oder auch familiären Traditionen zu tun, sodass ein Mensch auf eine besondere Eigenschaft eines der Götter angewiesen ist. Bauern beten daher häufig zu Melandru und erhoffen sich dadurch eine reiche Ernte. Soldaten, die in die Schlacht ziehen, beten häufig zu Balthasar und hoffen auf Kriegsglück. Künstler hingegen wünschen sich Lyssas Segen um ihren Kunstwerken wahre Schönheit zu verleihen.
Da die Götter einst unter den Menschen in Tyria lebten, hat diese Religion einen historisch wahren Ursprung. Aber auch nachdem die Götter Tyria verlassen hatten, übten sie weiterhin Einfluss auf das Schicksal der menschlichen Nationen aus. Sie zeigten sich den Menschen gelegentlich in Form von Avataren und hatten auch ihren Anteil an Kormirs Aufstieg. Seitdem zogen sich die Götter allerdings zurück und einige Menschen sind inzwischen der Meinung, dass die Götter das Interesse an der Menschheit verloren haben und das Volk sich selbst überlassen. Die verschiedenen Kirchen, sowie die Priester der Götter halten den Glauben der Menschen jedoch weiterhin intakt.
Im Alltag der Menschen finden die Götter aber weiterhin ihren Platz. Neben vielen gängigen Redewendungen (darunter auch Begrüßungen) sind auch viele bedeutende Bauwerke nach den Göttern benannt. Ein gutes Beispiel dafür sind die verschiedenen Straßen und Plätze in Götterfels, sowie der Name der Stadt selbst.
Es existiert ein historisch bedeutender Kult in Kryta, der sich der Weiße Mantel nennt und die sechs Götter ablehnt. Stattdessen verehren die Mitglieder des Weißen Mantels die Mursaat als ihre unsichtbaren Götter. Einst von Saul D'Alessio gegründet, löste der Weiße Mantel im Jahr 1070 n. E. sogar die königliche Familie als Herrscher über das Königreich ab, nachdem der Weiße Mantel die Charr-Invasion stoppen konnte. Die strengen Lehren des Kultes, sowie religiöse Menschenopfer ließen jedoch Widerstand aufkeimen, sodass der Weiße Mantel im Jahr 1079 n. E. gestürzt wurde und Königin Salma den Thron bestieg. Noch immer existiert der Mantel im Verborgenen und verbreitet seine eigenen Doktrinen.
Geschichte[Bearbeiten]
Erscheinen und Ausbreitung[Bearbeiten]
Menschen kamen ursprünglich nicht von Tyria sondern wurden nach momentanem Wissensstand von den Göttern aus einem anderen Reich in den Nebeln hergebracht. Über diese ursprüngliche Heimat der Menschen ist nicht viel bekannt, außer, dass die Menschen dort nicht viel Magie zur Verfügung hatten. Die ersten Menschen landeten 786 v. E. in Cantha und es dauerte bis ins Jahr 205 v. E. bis sie schließlich auch in Tyria und Elona ankamen. Schnell begannen die Menschen sich auf den Kontinenten auszubreiten und andere Völker zu verdrängen. Die Menschen errichteten Siedlungen und später Königreiche in Tyria und gerieten in kriegerische Konflikte mit anderen Völkern, aber auch untereinander. Das Kaiserreich Cantha bekämpfte beispielsweise die Menschen-Stämme der Luxon und der Kurzick und versuchte sie gewaltsam in das Kaiserreich einzugliedern. Die Luxon und Kurzick bekämpften sich hingegen gegenseitig. Auf Tyria kämpften das Königreich Kryta, Ascalon und Orr mehrfach in Gildenkriegen gegeneinander. König Doric flehte die Götter im Jahr 0 n. E. an, den Menschen die Magie zu nehmen, da er in ihr die Wurzel der Gewalt sah. Die Götter kamen Dorics Bitte nach und verließen die Welt anschließend. Die Könige aller drei Nationen stammen seither vom Blut Dorics ab.
Tyria[Bearbeiten]
Die Gildenkriege setzten den Nationen immer wieder schwer zu, allerdings konnte während der ersten beiden Gildenkriege keine Nation die anderen beiden besiegen. Der dritte und heftigste der Gildenkriege wurde schließlich durch die Charr-Invasion beendet, die die Vernichtung des Königreichs Orr und die beinahe Vernichtung des Königreichs Ascalon mit sich zog. Die Charr wurden in der Vergangenheit von den Menschen immer weiter nach Norden gedrängt. Erst als die Schamanenkaste der Flammen-Legion von den Titanen den Umgang mit Magie lernte, wagten die Charr einen gewaltigen Gegenangriff auch alle drei Nationen der Menschen, die jeweils vom Krieg geschwächt waren.
Königreich Ascalon[Bearbeiten]
Siehe ausführliche Geschichte bei „Königreich Ascalon“
Ascalon wurde über Jahrhunderte durch den Nordwall geschützt, allerdings gelang es den Charr mit dem Großen Feuer diesen Wall zu durchbrechen und das Land Ascalon zu verwüsten. Ascalon leistete lange Zeit Widerstand, jedoch fielen nach und nach alle Städte des Königreichs, sodass König Adelbern in seiner Verzweiflung das Feindfeuer beschwor und damit alle noch lebenden Ascalonier in Ascalonische Geister verwandelte, die im Tode auf ewig ihre Heimat verteidigen sollen. Die letzte Bastion Ascalons ist die Ebonfalke-Festung ganz im Süden, in den Flammenkamm-Bergen. Die Festung war knapp außerhalb des Radius des Feindfeuers.
Königreich Kryta[Bearbeiten]
Siehe ausführliche Geschichte bei „Königreich Kryta“
Kryta war ebenfalls beinahe durch die Charr ausgelöscht worden. Als die Invasion bereits die Hauptstadt Löwenstein erreicht hatte, wurden die Charr jedoch von den Mursaat niedergemacht. Der Weiße Mantel, der den Mursaat bedingungslos ergeben war, übernahm daraufhin die Führung des Königreichs und opferte im Geheimen sein eigenes Volk an die Mursaat. Später kam es zum Bürgerkrieg zwischen dem Mantel und der Glänzenden Klinge, bei dem der Mantel seine Herrschaft wieder abgeben musste.
Königreich Orr[Bearbeiten]
Siehe ausführliche Geschichte bei „Königreich Orr“
Arah, die Hauptstadt von Orr, war einst auch als Stadt der Götter bekannt, da die Götter hier einst gelebt haben sollen. Orr wurde während der Charr-Invasion nahezu überrannt. In letzter Not griff Wesir Khilbron, der Berater von König Reza, zu magischen Schriftrollen und beschwor die Verwüstung. Die Explosion tötete alle Invasoren, aber auch alle Orrianer und ließ die Halbinsel im Anschluss im Meer versinken. Später stellte sich heraus, dass der Wesir von einer anderen Entität manipuliert wurde.
Cantha[Bearbeiten]
Canthas Stämme wurden bereits früh, im Jahr 510 v. E., von Kaiser Kaineng Tah größtenteils vereint. Das Reich des Drachen erstreckte sich bald schon über den Großteil des canthanischen Kontinents. Die zwei südlichen Stämme der Luxon und der Kurzick weigerten sich lange Zeit, in das Reich integriert zu werden, sodass es zu vielen kriegerischen Auseinandersetzungen kam. Später nahmen beide Stämme den Status von Vasallenstaaten an, sodass sie zwar weitestgehend eigenständig agieren konnten, offiziell aber dem Kaiserreich angehörten.
Kaiserreich Cantha[Bearbeiten]
Siehe ausführliche Geschichte bei „Kaiserreich Cantha“
Luxon[Bearbeiten]
Siehe ausführliche Geschichte bei „Luxon“
Kurzick[Bearbeiten]
Siehe ausführliche Geschichte bei „Kurzick“
Elona[Bearbeiten]
Siehe auch bei „Dynastie“
Die erste große Zivilisation in Elona war die Altehrwürdige Dynastie, die von einem oder mehreren Herrschern regiert wurde und sich rasch von Istan aus nach Norden ausbreitete. Die Dynastie gelangte bis in die Kristallwüste, ihre Vorherrschaft endete aber mit dem Ausbruch der Skarabäen-Seuche im Jahr 452 n. E.. Viele weitere Dynastien folgten und die drei Provinzen Istan, Kourna und Vaabi wurden mehrfach zeitweilig vereint.
Spielbarer Charakter[Bearbeiten]
Charaktererstellung[Bearbeiten]
Bei der Charaktererstellung werden dem Spieler drei Fragen gestellt, die die persönliche Geschichte des Menschen beeinflussen.
| Menschen | |
|---|---|
| Ich bin ______ aufgewachsen. | |
| Auf der Straße — Ich bin immer arm gewesen, wuchs auf der Straße auf, lebte von der Hand in den Mund. Jeder Tag war eine Herausforderung, aber wie ich immer zu meinem alten Kumpan Quinn sage: "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker." Ich habe hart für ein besseres Leben gearbeitet, aber ganz geschafft habe ich es immer noch nicht. | |
| Bei einfachen Leuten — Ich bin beim einfachen Volk von Götterfels aufgewachsen. Wir sind die Arbeiterklasse, die Zahnräder, die die Stadt am Leben halten. Ich helfe in einer Schänke aus, die von Freunden geführt wird, Andrew und seiner Tochter Petra. | |
| In adligen Kreisen — Ich bin unter Adeligen aufgewachsen. Mein Freund Fürst Faren kann seine Abstammung bis zu den alten Königen zurückverfolgen. Ich genoss eine hervorragende Ausbildung, bin in der höfischen Etikette bewandert und bin mir der Verantwortung, die eine privilegierte Stellung mit sich bringt, durchaus bewusst. | |
| Zu den Dingen, die ich am meisten bereue gehört, dass ich ______. | |
| Nie nach meinen wahren Eltern gesucht habe — Als ich noch ein kleines Kind war, wurde ich vor einem Waisenheim ausgesetzt. Ein gütiges Paar hat mich adoptiert und wurde zu meiner Familie. Dennoch wollte ich immer wissen, wer meine leiblichen Eltern sind. | |
| Nie den Leichnam meiner Schwester gefunden habe — Meine Schwester war bei den Seraphen. Zentauren haben sie getötet, als sie auf Patrouille war. Ihr Leichnam wurde nie gefunden, was mich immer zutiefst gegrämt hat. | |
| Die Möglichkeit ausgeschlagen habe, im Zirkus aufzutreten — Als ich jung war, hätte ich im Zirkus auftreten können, doch ich habe abgelehnt. Ich bereue es bis heute, diese Gelegenheit nicht wahrgenommen zu haben. | |
| Man sagt, ______ habe mich gesegnet, als ich noch ein Kind war. | |
| Dwayna — Dwayna, die Göttin der Heilung, der Luft und des Lebens, ist das gleichmütige Oberhaupt der alten Götter. Oft wird sie jung, groß und schlank dargestellt, wie sie sich auf riesigen Schwingen in die Lüfte erhebt. | |
| Grenth — Grenth ist der Gott der Dunkelheit, des Eises und des Todes. Seine Akolythen wissen, wie dünn der Schleier zwischen den Welten ist. Ich fühle mich auch in der finstersten Nacht geborgen, denn Grenth wacht über mich. | |
| Balthasar — Herr der Kampfarena ist Balthasar, der Gott des Krieges, des Feuers und der Herausforderung. Er erweist jenen seine Gnade, die sich auf Kampfstrategie und Waffen verstehen. Balthasar zu Ehren habe ich hart trainiert. | |
| Melandru — Melandru, Göttin der Natur, der Erde und des Wachstums, erkennt man in jeder Ernte und jeder Blume. Wer eine enge Verbindung zu Tieren hat, so wie ich, dem ist sie gewogen. Ich bin ein Anhänger Melandrus. | |
| Lyssa — Lyssa trägt viele Masken. Sie ist die zweigesichtige Göttin der Schönheit, des Wassers und der Illusion. Sie ist die Schutzherrin der Anziehendsten und Anmutigsten unter uns. Ihr Segen hat mich mein Leben lang begleitet. | |
| Kormir — Kormir ist die Göttin der Ordnung, des Geistes und der Wahrheit. Sie war einst sterblich wie ich. Sie inspiriert mich täglich, mutiger zu werden und Herz, Geist und Handeln auf den rechten Weg zu bringen. | |
Meine Geschichte[Bearbeiten]
Jetzt können wir kaum noch die Stellung halten.
Man hat uns bezwungen, zurückgeworfen und erniedrigt. Aber wir geben nicht auf.
So viele Nationen sind gefallen. Nur Kryta bleibt standhaft.
Wir sind stark im Glauben, obwohl die Sechs schweigen.
Wir werden tapfer Widerstand leisten in Götterfels.
Straßenkind
Die Stadt ist mein Zuhause.
Ich bin auf der Straße aufgewachsen. Ich habe zwar Freunde, aber ich hatte es nie leicht.
Diese Stadt hat alles versucht um mich unterzukriegen, aber ich hab es ihr gezeigt.
Ich lebe nicht länger von der Hand in den Mund. Hier herrscht Krieg, und ich werde mich zur Wehr setzen.
Heute habe ich Götterfels verlassen, in der Hoffnung auf mehr Glück außerhalb der Stadt.
Das Dumme ist, als ich Shaemoor erreichte, wurde das Dorf von Zentauren belagert.
Unschuldige Dorfbewohner sind in Gefahr. Sie brauchen Hilfe.
Ich kann auf mich selbst aufpassen, aber das genügt nicht. Jemand muss denen helfen, die es nicht können.
Bürger
Die Stadt ist mein Zuhause.
Ich stamme aus einfachen Verhältnissen, bin nie aufgefallen.
Meine Freunde und ich sind nicht auf Ruhm aus. Es ist schwer genug, zurechtzukommen.
Doch ich bin überzeugt, wir können auf alten Trümmern eine bessere Welt errichten.
Heute habe ich Götterfels verlassen, um die Welt zu sehen.
Aber als ich Shaemoor erreichte, wurde es von Zentauren belagert.
Unschuldige Dorfbewohner sind in Gefahr. Sie brauchen Hilfe.
Wir können nicht weiter in Angst leben. Ich muss kämpfen, muss Widerstand leisten.
Die Stadt ist mein Zuhause.
Ich stamme aus noblen Verhältnissen, aus Götterfels' Adel, und Privilegien bringen Verantwortung mit sich.
Ich beschütze die mir unterstellten einfachen Leute. Sie glauben an mich.
Ihr Vertrauen ehrt mich, ich werde sie nicht im Stich lassen.
Heute wollte ich mich vor die Stadttore wagen und die Welt mit eigenen Augen betrachten.
Aber als ich Shaemoor erreichte, wurde es von Zentauren belagert.
Unschuldige Dorfbewohner sind in Gefahr. Sie brauchen Hilfe.
Ich zeige den Menschen, dass wir siegen können und es noch Hoffnung gibt.
Das ist meine Geschichte.
Fertigkeiten[Bearbeiten]
- → Siehe bei „Liste der Menschenfertigkeiten“
Galerie[Bearbeiten]
- → Siehe auch bei „Konzeptkunst Mensch“
Siehe auch[Bearbeiten]
- Weblinks
- Anderes
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